Dienstag, 9. August 2016

Auf Lauschtour in Krumbach

Am Sonntag waren wir mit dem Smartphone unterwegs. Nein, nicht um Pokemons zu fangen, sondern um lauschend eine wunderhübsche kleine Stadt zu entdecken. 




Krumbach liegt nur ca. 50 km von unserem Zuhause entfernt. Der Weg dorthin führt durch einen Teil von Bayrisch-Schwaben, der besonders idyllisch und malerisch ist. So war die Fahrt dorthin schon ein Genuß. 




Dort angekommen, haben wir unser mobiles Endgerät eingeschaltet und unsere Entdeckungsreise durch die Stadt begann. 





Eine Karte zeigte uns, wo die sehenswerten Orte zu finden sind. Dort angekommen, wußte der Audioguide Interessantes zu berichten. Natürlich hätten wir uns auch einen Reiseführer besorgen können und lesen, was es dort anzuschauen gibt. Doch, was der Guide verlauten lies, ist in keinem Buch nachzulesen. Es war wie eine richtige Stadtführung, gespickt mit Geschichten und interessanten Details, die besser im Gedächtnis bleiben als Jahreszahlen und Stilrichtungen.




In Krumbach spielt das Wasser eine große Rolle... 



Warum werde ich nicht berichten. Ich will nichts verraten. Vielleicht will ja die oder der eine oder andere die Tour auch mal machen.





 Ich würde damit aber bis nächstes Jahr warten. Die Krumbacher sind gerade groß am renovieren. Einige der schönsten Gebäude sind eingerüstet. Was sich dahinter verbirgt, sieht allerdings vielversprechend aus.





 Wir haben uns davon nicht stören lassen und sind die komplette Tour gelaufen. 




über den Rathausplatz



 an "Industriedenkmälern" vorbei





durch das jüdische Viertel 





bis zum 2 km außerhalb liegenden Krumbad, einem Heilbad. 





Das kann auch modern.


Zurück gings durch die Felder





unter einem strahlendblauen Himmel.



Die sogenannte "Lauschtour" haben wir hier entdeckt. Eine großartige Sache, die wir sicher andernorts wiederholen werden.

Sonntag, 24. Juli 2016

Ich packte meinen Koffer...

...und nahm mit....
Wer kennt nicht das Spiel. Wobei es dabei vor allem darauf ankommt, so viel wie möglich in den Koffer zu packen. Als wir Mitte Juni nach Lanzarote flogen, war genau das Gegenteil mein Plan. Ich durfte nur 15 kg Gepäck mitnehmen.

Das scheint viel, ist es aber nicht. Von früheren Reisen, weiß ich, dass mein Koffer selten unter 18 kg wiegt. 
Ich hatte in den letzten Monaten einiges über Minimalmus, vor allem im Kleiderschrank gelesen. Mir Blogs angeschaut, die "Projekt 333" und eine "Capsule Wardrobe" beschreiben. Also beschloss ich das "Gelernte" beim Kofferpacken umzusetzen.

Zuerst hab ich mir einige Basic-Teile zurechtgelegt:

- eine hellblaue Jeans
- eine weiße Hose
- eine weite geblümte Hose
- eine kurze dunkelrote Leinenhose
- eine hellblaue Leinenbluse
- eine Folklore-Bluse
- ein Streifenshirt mit langen Ärmeln
- ein Streifenshirt, ärmellos 
- ein schwarzes Seidentop
- einen gemusterten Rock
- eine Jeansjacke




An einem Sonntagnachmittag hab ich ausprobiert, was zusammen passt. Hab Bilder gemacht, Teile dazu kombiniert und wieder verworfen. Am Schluß durften alle Basic-Teile mit, dazu ein paar Shirts und Tops, zwei Kleider, ein dunkelblauer langer Jumpsuit, eine Jeansjacke, ein Blouson, eine Haremshose, diverse Schuhe, und natürlich Badeanzug und Bikini. 

Da ich richtigerweise davon ausging, dass Handtücher und Föhn vom Hotel gestellt werden, war mein Koffer tatsächlich nur 15 kg schwer. Als Handgepäck diente eine Tasche, die sich zum Rucksack umbauen lässt. Eine kleinere Tasche, fand darin noch Platz. 

Eine "Capsule Wardrobe", wo eins zum andern passt, ist es nicht geworden. Aber ich bin ziemlich stolz, dass ich mit so wenig, vierzehn Tag lang ausgekommen bin. 

Was aber wichtiger ist, ich habe mich jeden Tag in meinen Outfits super wohl gefühlt und war immer passend, dem Wetter, der Temperatur und dem Anlass entsprechend gekleidet. 

Und so sah das dann aus




Meist scheinte die Sonne, schon am frühen Morgen. Deshalb haben wir einige Bilder gleich in der Frühe vor unserer Haustür, die im Schatten lag, gemacht. 




Einen Tag aber tat es geregnet, nein gesprüht. Durch den Wind fiel der Regen waagerecht in winzigen Tröpfchen, naß wurde man trotzdem, wie ihr seht.



 Die Jeansjacke kam an den meisten Tagen nur Abends zum Einsatz. Die Sonne ging früh unter und wenn sie weg war wars kühl. Die kurze Hose aber hatte ich auf den meisten Wanderungen an. 

Die Reboks hab ich mir auf der Insel gekauft. Nachdem meine Füße vom vielen Laufen ziemlich mitgenommen waren und kein Schuh mehr passen wollte, waren sie die Rettung. 




 Ich hab sie dann auch beim Stadtbummel in Arrecife zum Kleid getragen. 
Das Kleid hat sich als perfektes Reisekleid entpuppt. Es knittert nicht, es läßt sich gut waschen und braucht kein Bügeleisen. Außerdem ist es luftig ohne flatterig zu sein. Ein zweites Kleid, das ich dabei hatte, konnte ich nicht anziehen, weil der Wind ständig meine Beine entblößte.



Weil ja nun ein Mangel an Kleid herrschte und es in Playa Blancha eine so hübsche, kleine Boutique mit indischen Kleidern gab, erstand ich mir eines in meiner aktuellen Lieblingsfarbe Rostrot.




Die Boutique heißt "Freedom" und liegt an der Marina Rubicon in Playa Blanca. 
Ich hab mich wirklich beherrscht und nur ein Kleid gekauft, ich hätte dort viele gefunden, von Blusen, Schmuck und Haremshosen ganz zu schweigen.



Aber ich durfte ja auch beim Rückflug nur 15 kg Koffergewicht haben und eine Haremshose hatte ich dabei. 




 Als Windschutz perfekt war auch mein Blouson. Im Bergstädtchen Teguise war es ein paar Grad kühler als im Süden an der Küste, genau das richtige Wetter zum bummeln.



Die Insel ist voller beeindruckender Orte, die Lavafelder gehören dazu, und das von Cesar Manrique erbaute Haus, das inmitten eines solchen liegt. Ganz bewußt habe ich an dem Tag, an dem wir sein Haus und den von ihm angelegten Kaktusgarten besuchten, ein schlichtes Outfit gewählt, ein Seidentop und Jeans. 



Zur Jeans trug ich auch gerne eine weiße, bestickte Tunika. 




 Zu Hause lassen werde ich nächstes Mal meine weiße Hose. Ich hab sie nur einmal getragen, dann hatte sie einen Fleck. Die blaue Leinenbluse dagegen ist ein perfekter Begleiter zur Hose und zum Rock.




 Dass sie knittert stört mich nicht, Leinen darf das. 






Der Wind war unser ständiger Begleiter. Was er mit uns machte und wie faszinierend die Insel ist, berichte ich Euch bald auf einer eigenen Seite.








Dienstag, 28. Juni 2016

Nicht nur für eine Überraschung gut

Als wir im Dezember letzten Jahres hierherzogen, war da ein kleiner, karger Garten vor dem Haus, eine Wiese mit Apfelbaum daneben und zwei winzige Stücke Rasen dahinter. Gefreut haben wir uns trotzdem und Pläne geschmiedet, was wir damit anfangen, wie wir den Garten gestalten wollen. Dass Büsche und Bäume und auch einige Stauden da waren, haben wir natürlich gesehen, die Rosen, die Kiefer und die Rhododendren auch als solche erkannt. 

Unser Plan war, im ersten Jahr zu schauen, was sonst noch so alles wächst und die Lücken mit Pflanzen unserer Wahl zu ergänzen.




Unsere erste Handlung im Garten: wir haben ein Vogelhaus aufgestellt. Das allerdings nach drei Tagen Schnee und Regen in sich zusammen fiel.




Dann war Ruhe bis April. Wir hängten Meisenknödel in den Ahorn und beobachteten, wie sie fleißig besucht wurden.




Als erstes blühten die Veilchen




und am Teichrand sprießte üppig Minze. 




Pfingstrosenbüschel waren auszumachen und ein paar gelbe Tulpen streckten sich der Sonne entgegen.



Der Apfelbaum ließ auf reiche Ernte hoffen und die Wiese am Haus war mit Gänseblümchen überseht. 




Weil wir noch immer nicht so recht wußten, wie sich der Garten entwickeln würde und weil wir inzwischen mehrere Gartenmärkte besucht hatten, ergänzten wir mit einem Sommerfliederstrauch. 

Der Teich wurde von Blättern und Moos befreit und bekam als Farbtupfer eine paar Kugeln.


Farbtupfer dieser Art, waren jedoch bald nicht mehr nötig. Der Garten lüftete seine Geheimnisse und präsentierte uns Überraschung auf Überraschung...




Die Rhododendren zeigten zarte Knospen,




die Pfingstrosen ebenso und der Magnolienbaum 




ein paar wenige Blüten in zartem Rosa. Warum die Magnolien in der Nachbarschaft ihre Blüten kaum tragen konnten, unserer sich jedoch mit nur vereinzelten schmückte, können wir uns nicht erklären. Weiß jemand, was wir ihm Gutes tun können, damit er im nächsten Frühjahr prächtiger blüht?







Ernte versprach nicht nur der Apfelbaum, auch auf Johannisbeeren dürfen wir hoffen. Wenn Herr Amsel, der der eigentliche Besitzer des Gartens ist, sie uns läßt. 




Im Schatten unter den Bäumen wuchsen Maiglöckchen zuhauf.

Ende Mai/Anfang Juni war der Garten dann über und über grün und es blühte in vielen Farben...




Fast jeden Tag beim Heimkommen erwartete uns eine neue Überraschung.




Besonders hab ich mich über die herrlichen Pfingstrosen. Sie sind meine Lieblingsblumen, für mich der Inbegriff vom Beginn des Sommers. 





Aber auch alle anderen kleinen und großen Blüher machten uns eine riesige Freude. Alles zeigte sich prächtig und überaus reichlich. Allein die Akeleien sind im ganzen Garten wohl fast zu Hundert präsent und nicken in vielen Farben mit ihren zarten Glöckchen.




Den Lein haben wir dazu gekauft und neben die Heckenrosen gesetzt. Er fühlte sich sofort zuhause und hat sich mit einer Vielzahl an Blüten bedankt, die nun sanft im Wind schwingen.




Bei manchen Pflanzen wußten wir nicht, wie sie heißen. Dass es sich hier um eine Weigelie handelt, erfuhr ich als uns Bellana Bilder aus ihrem Garten auf Insta zeigte. 




Den Hahnenfuß aber kenne ich aus dem Garten meiner Oma.




Das nasse Wetter im Frühjahr ließ Blumen und Grün überall üppig wachsen 



und hat auch den Schnecken gut gefallen.


Bevor wir Mitte Juni in Urlaub fuhren,


 wartete der Garten noch einmal mit seinen auserlesenen Schönheiten auf.




Als wir vierzehn Tage später zurück kamen, begrüßte er uns mit neuen Überraschungen.




Eine zartrosa Rosenschönheit residiert direkt an der Terasse,



eine zweite, dunkelrosarote kann ihre Blüten kaum tragen. 




 Der Teich hat sich mit gelben Blüten gefüllt (wie sie heißen, dürft Ihr mich nicht fragen). 




Die Hummeln und Bienen waren fleißig





Äpfel und Beeren entwickeln sich gut und als besonderes Highlight warten 




Walderdbeeren in ein paar schattigen Ecken.

Es sind aber nicht alleine die beinahe täglichen Überraschungen, die uns unseren Garten liebenswert machen. Es ist die Ruhe und Ausgeglichenheit, die er uns bringt. Ein Gang durch den Garten, eine Stunde beim Pflanzen, Jäten, Rasen mähen, ja allein schon das Schnuppern an den duftenden Rosen sind Erholung pur und machen uns eine große Freude.

Nachdem wir nun sehen, wie herrlich hier alles wächst, blüht und gedeiht, werden wir keine großen Veränderungen vornehmen. Vielleicht im Herbst ein wenig korrigieren, wo es zu viel ist und auf jeden Fall Tulpenzwiebel stecken, damit wir schon im frühen Frühjahr eine Farbenfrohe Aussicht haben.













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