Sonntag, 4. Dezember 2016

Take it easy

Wie ich in einem vorigen Post erwähnt hatte, fehlte mir noch eine schwarze Tasche, besser gesagt, hatte ich noch nicht meine Lieblingstasche gefunden. 

Das ist dann schneller passiert, als gedacht. Ein beruflicher Termin führte mich nach Ingolstadt. Die Gelegenheit nutzte ich, um im dortigen Outlet bei Fossil nach einer Tasche zu schauen. Warum bei Fossil?

Weil meine Tochter schon seit Jahren eine Fossil-Tasche zu ihren Lieblingen zählt.So eine wollte ich auch. Und hier ist sie...




Zum Outlet-Preis kam noch ein Black-Friday-Nachlass und die Hübsche war für keine hundert Euro Meine. Sie ist aus Ziegenleder, ich kann sie quer tragen, sogar die Kamera passt rein und sie ist trotzdem klein und handlich. So mag ich das! 

Eine große Tasche verführt mich dazu, sie zur "Mary Poppins"-Tasche zu machen. Die Vorstellung gefiel mir schon als Kind, eine Tasche zu haben, die - schwupp - offeriert, was gerade von Nöten ist. Mary Poppins war eine junge, kräftige Frau mit magischen Fähigkeiten. Die habe ich nicht und mein Rücken streikt, wenn er die Tasche für tausend Eventualitäten tragen muss. 

 







Aus mir wird zwar sicher nie eine Minimalistin, aber gelegentlich erliege auch ich dem Charme des "weniger ist mehr". Deshalb heute mal kein Muster und nur zwei Farben. 
Mein karamellfarbener Wollmantel ist eine gute Basis für einen unaufwändigen Look. 




Zum Outfit gibt es nicht viel zu sagen.




Hose und schwarzer Rollkragenpulli sind aus dem Fundus, die Schuhe vom letzten Jahr vielgetragene Lieblings-Boots, weil sie genau die richtige Absatzhöhe haben. Einziger Schmuck ist eine Statementkette in silber. 

Ich werde von Euch immer wieder auf meine Haare angesprochen. Das freut mich. Sie sind nicht gefärbt oder getönt. Mutter Natur meint es gut mit mir und schenkt mir sonnengebleichte Strähnchen, wo es doch an der Zeit wäre für graue. Sie kommen besser zur Geltung, wenn meine Haare etwas länger sind. Mit diesem kinnlangen Bob bin ich sehr zufrieden. Er ist pflegeleicht und auch noch ansehnlich, wenn meine Locken sich durchsetzen. 

Leicht mache ich es mir auch mit der Weihnachtsbäckerei. Nur wenn ich Lust und Laune habe, backe ich Plätzchen. Gerne 10-Minunten-Plätzchen, heißt solche, die in 10 Minuten hergestellt sind. Wie diese Kokosmakronen. 




Dazu werden vier Eiweiß steifgeschlagen, beim Schlagen 150 g feinen Zucker einrieseln lassen, 200 g Kokosflocken und die geriebene Schale einer Zitrone unterheben, mit einem Teelöffel kleine Häufchen aufs Backpapier setzen und ab in den Ofen damit. Dort bekommen sie in weiteren 10 Minuten die richtige Farbe und Konsistenz

Seid Ihr der vorweihnachtlichen Hektik erlegen? 

Dann schaut doch mal bei Ela rein. Sie hat eine wunderbare To-Do-Liste erstellt, die Euch bestimmt nicht stresst. 

Bei mano gibt es ganz besondere Adventskalender zu bewundern.  

Sabina zeigt, dass ihr klassicher Mantel durchaus Farbe verträgt.  

Weihnachtliche Eindrücke aus London und einen fabelhaften, farbenfrohen Look gibt es bei Tina zu sehen.  

Auf meiner To-Do-Liste steht heute, gemütlich zum kleinen örtlichen Weihnachtsmarkt bummeln, was Leckeres essen und trinken und dann ausgiebig das Nixtun genießen.  







Sonntag, 27. November 2016

Frühling im Herbst

Vor etwa einem Jahr habe ich, vor meinem Umzug, meinen Kleiderschrank ausgemistet. Ich habe nur behalten, was ich wirklich gerne trage und ein paar Basics, die diese die feinen Sachen gut unterstützen. Vorgenommen hab ich mir

- nichts mehr zu kaufen, nur weil es günstig zu haben ist
- nichts mehr zu kaufen, was von vorne rein nicht gut sitzt
- nichts mehr zu kaufen, was mein Herz nicht höher schlagen lässt.
- nichts mehr zu kaufen, was ich an anderen toll finde, meinem Stil aber letztendlich nicht entspricht.

Das hat ganz gut geklappt. 



Dieses geblümte Lingerie-Top ließ mein Herz sofort höher schlagen. Gefunden hab ich es bei promod - aber nur weil meine liebe Monika mich darauf aufmerksam machte (sie kennt meine Vorlieben inzwischen fast besser als ich). Ein ärmelloses Trägertop hatte ich bei winterlichen Temperaturen nicht auf dem Plan. 




Doch als ich es sah, war Frühling in meinem Herzen. 





Schon beim Anprobieren, wußte ich, wie ich es tragen würde. Mit einem schwarzen Basic-Top drunter und dem olivfarbenen Blouson drüber. Im gut beheizten Raum ist mir das warm genug. Draußen trage ich einen Mantel drüber (sogar geschlossen, wie ihr seht).






Der Mantel ist aus dem Sozialkaufhaus und hätte ich mich an Regel Nr. 2 (nix kaufen, was nicht passt) gehalten, wäre er dort geblieben. Die Ärmel waren viel zu lang. Doch der feine Stoff (Schurwolle/Kaschmir) und das schöne Karamellbraun sowie die Tatsache, dass er schön leicht ist und trotzdem gut wärmt, ließen mich alle Regeln vergessen. Die Ärmel ließ ich von der Schneiderin kürzen und nun passt er perfekt und ist auf dem besten Weg den Schokobraunen als Lieblingsmantel abzulösen. 





Weil der Mantel so schön leicht ist und trotzdem auch gut einen dicken Pulli drunter verträgt, ist er für einen Spaziergang im Herbst und Winter wie gemacht. Dass ich nicht gerne Funktionskleidung trage ist ja bekannt, ich finde ein Mantel oder eine Wolljacke erfüllen denselben Zweck, Spazierengehen ist für mich ja kein Sport. 

Einen wunderschönen Spaziergeh-Mantel könnt Ihr Euch bei Sabina anschauen 
und ein Blouson mit einem sensationell schönen Muster bei Sunny.
Andrea und Gunda zeigen uns ebenfalls, was sie zum Spaziergang tragen.
 

Und was wärmt Euch beim Herbstspaziergang?
 
 
  





Sonntag, 20. November 2016

Dunkle Schokolade

Ich bevorzuge Vollmilch oder Nougat, gerne mit Karamel- oder Trüffelfüllung. Im Kleiderschrank jedoch finde ich eher die dunkle Sorte. 

Den dunklen Samtblazer zum Beispiel, den ich hier und da schon mal gezeigt habe. Zunächst wollte ich ihn bei Ines' Blogparty unter dem Motte "Schokolade zum Anziehen" noch mal in anderer Kombination vorstellen. Dann fiel mir ein, dass mein Lieblingsmantel auch dunkelbraun ist.  Er hat nur einen Nachteil. Ich bin ein wenig rausgewachsen aus ihm. 





Ich kann ihn zwar noch schließen, das sieht aber nicht mehr gut aus. Wenn ich ihn offen lasse und ein Kleid drunter trage, gefällt er mich noch immer.






Das gute Stück habe ich vor Jahren auf dem Kleidermarkt gekauft. Der findet in Augsburg zweimal im Jahr statt, im Frühling und im Herbst. Es ist wie ein Flohmarkt nur für Kleidung und er findet im Warmen, in der Kongresshalle, statt.   

Der Mantel ist von Jacqueline de Young. Der Fellkragen ist Webpelz. 



Das Kleid hab ich hier schon mal gezeigt. Es ist aus der Vintage-Abteilung vom Sozialkaufhaus vintys. Keine Ahnung, wie alt es ist. Ich hatte Mitte der 70er Jahre ein ganz ähnliches als Maxikleid. 





Der Look hat für mich etwas von "Edelhippie". Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich in den 70ern Mantel oder Jacke nie geschlossen getragen habe, oder gar gegürtet. Egal wie kalt es war. Wenn es mich gefroren hat, hab ich eine dicke Jacke oder einen warmen Pulli drunter angezogen. Erst in den 80ern als ein Trenchcoat bei mir einzog und ich eher Yuppie als Hippie war, hab ich zugeknöpft. 


 

Im Augenblick habe ich eine neue, ähnliche Marotte. Ich mag keinen Schal tragen. Jetzt werden alle Schalttägerinnen aufstöhnen und sagen, es gibt doch so schöne. Sie sind so kuschelig und wärmen so fein. Sie verdecken den faltigen Hals und sie lenken den Blick so gut aufs Gesicht. Alles wahr, aber mir ist bei vielen Outfits der Schal zu viel. Blusenkragen, Jackenkragen, Mantelkragen rangeln um Platz und dann noch ein Schal drauf, da komme ich mir vor wie eingewickelt. 



Beim offenen Mantel mit dem kragenlosen Kleid drunter werde ich, wenn es wieder kälter ist, eine Ausnahme machen und einen Schal dazu anziehen. Ich weiß nur noch nicht welchen, deshalb gibt's heute davon kein Bild sondern vom Medaillon mit dem Vogel und der Blüte. Das hab ich mir letzten Sonntag auf dem ersten Adventsmarkt gekauft. Ich mag es so, es wird demnächst einen eigenen Post bekommen.


Schönen Tag! 

und vergeßt nicht, Schokolade ist gesund, denn sie macht glücklich :-)
Und wenn ihr Kalorien sparen wollt, schaut sie Euch an bei Ines und Ihren Gästen. 

PS.: An meine stilsicheren Leserinnen. Alle paar Wochen überlege ich mir, ob ich das Kleid kürzen lassen soll. Nur so viel, dass es auf dem Knie endet und nicht drunter. Ich ziehe es zwar so auch gerne an, habe aber manchmal das Gefühl, es könnte etwas kürzer noch besser aussehen. Was meint Ihr? 

Sonntag, 6. November 2016

Einfach so

Angemessene Kleidung ist für mich das, worin ich mich gut fühle. Das ist an manchen Tagen Jeans und Pulli und an anderen ein Kleid mit Blazer. Was ich dann damit vorhabe ist zweitrangig. 

Am Samstag Vormittag hatte ich in Augsburg einiges zu besorgen. Kein Anlass sich fein zu machen. Mir war aber danach. 


Am frühen Vormittag ist im Einkaufszentrum noch wenig los. Wir nutzten die Gelegenheit ein paar Bilder zu machen.




Die Jacke habe ich vor Jahren schon im Sozialkaufhaus als Teil eines Hosenanzugs erstanden. Die Tweedhose hatte ich schnell über, trotz Futter kratzte sie furchtbar. Die Jacke darf bleiben. Mit dem Pelzchen ist sie für Temperaturen nicht unter Null Grad warm genug. 



Das Kleid habe ich letzten Winter bei Orsay erstanden. Mir gefällt das barocke Muster und ich mag den Schnitt, der zwar die Figur betont, aber nicht an "Wurst in der Pelle" denken lässt. 



Die schwarzen Chelsea-Boots ziehe ich zum Kleid ebenso gerne, wie zu Hosen an. Meine Handtasche ist, ehrlich gesagt, ein Provisorium, das sich schon ziemlich lange hält. Gekauft, weil ich eine große schwarze Tasche brauchte, behalten, weil ich noch keine gefunden habe die mir wirklich gut gefällt (und die ich mir leisten kann und will). 

Zum Glück hat es nicht geregnet und wir konnten trockenen Fußes in die Stadt gehen. 


Unterwegs die letzten Rosen bewundern






 und andere farbenfrohe "Blüten". 




und uns bei einem leckeren Frühstück stärken.


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